Samstag, 31. Juli 2010

Das Doppelspaltexperiment – Eine Paradoxie der Quantenphysik

Das Doppelspaltexperiment ist eines der bekanntesten Borzeigeexperimente für die Quantenphysik.
Es demonstriert sehr eindrucksvoll, wie widersprüchlich es in der Quantenphysik zugehen kann.

Versuchsaufbau

Der Versuchsaufbau ist recht einfach gehalten: Wenn man einzelne Teilchen (wie z.B. Murmeln) auf eine Fläche schießt, welche in der Mitte einen vertikalen Spalt aufweist, so entsteht auf einer dahinter montierten Projektionsfläche ein sich deutlich abzeichnender
Spalt. Dasselbe passiert, wenn man eine Welle durch einen einzelnen Spalt schickt.
Tauscht man nun die groben Teilchen durch Elektronen aus, so wird im Versuch mit einem einfachen Spalt wie erwartet eine Spaltabbildung auf der Projektionsfläche erzeugt.
Erweitert man das Experiment um einen zweiten, parallel verlaufenden Spalt, so erzeugen die Wellen auf der Projektionsfläche ein Interferenzmuster, da die Wellen sich bei ihren Überschneidungen gegenseitig aufheben.
Für Licht kann dies bedeuten, dass es sich gegenseitig partiell auslöscht, wenn es den Doppelspalt passiert hat.

Widerspruch der Elektronen

Schießt man nun Elektronen durch den Doppelspalt, so erwartet man analog zum Test mit den groben Teilchen eine Abbildung des Doppelspalts auf der Projektionsfläche.
Tatsächlich erhält man jedoch ein Interferenzmuster - die Elektronen verhalten sich also wie eine Welle. Das ist interessant, da man die Masse von Elektronen kennt und ihnen somit einen Teilchencharakter zuspricht.
Die erste Annahme der Wissenschaftler war, dass die Elektronen sich gegenseitig beeinflusst haben und dadurch das Wellenmuster erzeugen. Also wurde das Experiment so wiederholt, dass immer nur ein Elektron zur selben Zeit abgeschossen wurde. Doch auch
hier war nach längerer Zeit das Interferenzmuster zu beobachten.

Überall und nirgendwo

In der Theorie passiert etwas für das menschliche Denken Ungewöhnliches: das Elektron durchschreitet beide Spalten gleichzeitig, beeinflusst sich dabei selbst (als bestünde es aus zwei Teilchen) und landet anschließend als Teilchen im Wellenmuster auf der Projektionsfläche.

Der Beobachter verändert das Geschehen

Als man die Elektronen am Spalt mit Hilfe eines Messgeräts „beobachtete“, erzeugten sie jedoch kein Interferenzmuster mehr. Stattdessen bildete sich wie beim Versuch mit den groben Teilchen ein Abbild des Doppelspaltes auf der Projektionsfläche.
Damit zerfällt die Vorstellung des unbeteiligten Beobachters. Werner Heisenberg bringt in seiner Unschärferelation eben dies zum Ausdruck: je genauer etwas gemessen werden soll, desto
größer ist die Manipulation der Sache.

Quelle: DVD “Bleep – Deep Down The Rabbit Hole” (Quantum Edition)

Freitag, 18. Juni 2010

Ecosia - Vision oder Betrug?

Das Geschäft mit der grünen Welle

"Green IT" ist aktuell DAS Schlagwort des Jahres und bedeutet nichts anderes als der Versuch, die IT-Anlagen so aufzurüsten oder umzugestalten, dass sie weniger Energie verbrauchen - oft unter dem Vorwand, weniger CO2 auszustoßen.
Da es gerade modern ist, dass sich eine Firma als Umweltschützer ausgibt, schießen plötzlich überall Anzeigen und ganze Kampagnen aus dem Boden, die behaupten, etwas "grünes" mit ihren IT-Anlagen zu tun. Diese Behauptungen überbieten sich mit immer wahnwitzigeren Versprechen.

Bestes Beispiel für ein solches Versprechen ist die neue Suchmaschine "Ecosia", welche dem Benutzer weis macht, pro Klick ca. 2m² Regenwald zu retten. Das Konzept dahinter ist einfach:
Ecosia verwendet für die Suchergebnisse die Suchmaschinen "Yahoo" und "Bing", welche auch gesponserte Links in die Suchergebnisse streuen. Immer wenn ein User auf einen solchen Link klickt, bezahlt der Anbieter Geld dafür, von welchem 80% an ein Projekt des WWF gespendet werden. [1]

Zweifel

Immer wenn ich direkte Umrechnungen von Produktkäufen/-verwendungen in eine wohltätige Leistung sehe, werde ich skeptisch. Die Webseite von Ecosia sagt ganz klar, dass "pro Suchanfrage" 1,92 m² Regenwald gerettet wird. Weiterhin wird auf bereits getätigte Spenden hingewiesen und erläutert, dass mit diesen bereits 105.642.245 m² Regenwald "gerettet" worden wären. [1]
Was auf den ersten Blick wie die einfache Rettung des Regenwalds vor der gnadenlosen und rasanten Abholzung aussieht, relativiert sich recht schnell, wenn man den WWF-Sprecher Jörn Ehlers zu Wort kommen lässt. In einem Interview mit dem TV-Sender 3Sat gab dieser dort bekannt, dass das Geld, welches Ecosia an den WWF spendet, "zur Rettung des Regenwaldes eingesetzt wird".
Ein genaueres Nachfragen ergab jedoch, dass mit dem Geld WEDER Regenwald gekauft NOCH geschützt wird. Das Geld wird verwendet, um das Gehalt von staatlich angestellten Rangern zu bezahlen, Jeeps zu kaufen, Energieanlagen zu finanzieren oder um Exkursionen zu starten, "um zu gucken, was dort besonders schützenswert ist". [2]

Alles nur Betrug?

Auf die Frage, ob WWF nicht schon genug Ärger mit der Krombacher-Kampagne ("Ein Kasten Krombacher rettet 1 m² Regenwald" [3]) gehabt hätte, reagierte der Sprecher recht gelassen und freute sich sogar über die (negative) Publicity. Ähnliches wird ihm wohl auch mit dem Ecosia-Projekt wiederfahren, da hier ganz klar von einem quantitativem Schutz des Regenwaldes gesprochen wird, obwohl es diesen nicht gibt.
Auch das verwendete Rechenmodell ist fragwürdig: Ein Klick eines Benutzers soll 1,92 m² Regenwald sichern. Geld wird aber nur "generiert", wenn ein gesponserter Link angeklickt wird. Die meisten Benutzer klicken aber nicht auf Sponsorenlinks. Folglich dürfte der Zähler nur dann hochgezählt werden, wenn man auf einen Sponsorenlink klickt.

Ecosia verspricht auch Energieeinsparungen, da die Server von Ecosia mit Ökostrom laufen sollen. Da die Server von Ecosia die Rechenlast der Suchanfragen aber direkt an Yahoo und Bing weitergeben, ändert sich diesbezüglich gar nichts - außer, dass die Server für die Weiterleitung HINZU kommen.

Der versprochene Schutz von Regenwaldfläche ist Humbug, das publizierte Finanzierungsmodell ist nur auf den ersten Blick plausibel und die getätigen Spenden gehen in einen WWF-Topf, der NICHT für den Schutz von Regenwaldfläche verwendet wird. Jörn Ehlers von WWF gab sogar an, dass das Geld auch ggf. für andere Projekte eingesetzt wird, "falls dies erforderlich sei".

Fazit

Die Rettung/Entschärfung der dramatischen Umweltsituation ist eine wichtige Angelegenheit. Dass ähnlich wie beim Bio-Boom jedes Unternehmen auf diesen Zug aufspringen möchte, ist betriebswirtschaftlich gesehen logisch, da es für ein gutes Image sorgt und positive Marketingkampagnen ermöglicht. Der Gedanke, die meistbesuchtesten Server der Welt (z.B. Google) für Spendenprojekte einzusetzen, ist daher nicht verkehrt.
Unzufriedenstellend ist jedoch die Tatsache, dass den Gläubigern vorgegaukelt wird, sie würden durch die Verwendung ein Stück Regenwald in der größe von n Quadratmetern schützen. Wenn die Suchmaschine wenigstens Klartext schreiben würde und angibt, dass sie den Regenwald unterstützt und nicht schützt/rettet, dann würde ich mich als User auch nicht ausgenutzt fühlen.

Generell ist der Schutz der Umwelt wichtig. Dass dies auch deutlich effizienter und ohne großen Wirbel geschehen kann, zeigt die Band Pearl Jam. Durch eine einzige Spende rettete diese Band eine Fläche die weitaus größer ist, als alle Spendenaktionen von Krombacher und Ecosia zusammen. Und das, ohne es als Marketingkampagne zu zerreißen... [3]

Quellen:
[1] http://ecosia.org/how.php - Webseite von Ecosia
[2] http://www.3sat.de/mediathek/mediathek.php?obj=17484 - Interview mit WWF PR-Sprecher Jörn Ehlers
[3] http://www.ltrebing.de/misc/krombacher-wwf - Infos zum Krombacher-WWF-Skandal

Sonntag, 11. Oktober 2009

Wird der Mensch wieder zum Affen? Der Krieg gegen den Kreationismus

Charles Darwin im Alter von 45 JahrenEine der meistgenanntesten Fragen in der popularistischen Philosophie ist die der Herkunft der Dinge: "Woher kommen wir?" Dabei fällt nicht selten die Frage "Stammt der Mensch vom Affen ab?", welche sich auf die allgemein bekannte Evolutionstheorie bezieht. Deren berühmtester Vertreter ist der Naturforscher Charles Robert Darwin (1809-1882), nach welchem die darwinistische Evolutionstheorie benannt wurde.
Er hatte sich sein gesamtes Leben lang zuerst mit der natürlichen Selektion und später mit der Entstehung der Arten beschäftigt. Sein Lehrgut wurde legendär und war ein steter Dorn im Auge der Kirche.
Viele der fundamentalistischen Religionen berufen sich auf das Buch Genesis, und interpretieren dessen Inhalt als eine wörtlich zu nehmende Beschreibung der Entstehung der Artenvielfalt durch Gott selbst. Darwin war deshalb so "gefährlich", da er mit seinen Forschungen und Beweisen, die er in über 20 Jahren sammelte, dabei war, einen Teil der Bibel (wie sie damals interpretiert wurde) zu widerlegen. Da die Kirche in ihrer unendlichen Unfehlbarkeit und Hoheit über alles Wissen dieser Erde nicht ihr Gesicht verlieren will, streitet sie diese Theorie entschieden ab.
Interessant ist, dass diese Haltung bis heute konserviert wurde. Es gibt zwar Abspaltungen, die eine Evolution in ihrem Gedankengut zulassen, diese aber mit göttlichen Eingriffen verbinden (evolutionstheoretischer Kreationismus), aber diese bilden die Minderheit. Es ist tatsächlich so, dass in den meisten Schulen der USA die Evolution nicht im Biologieunterricht thematisiert wird. Vielmehr halten sogar über 50% der US-Bürger die Schöpfung für realistischer als die Evolutionstheorie.
"Was die wissenschaftliche Einstellung und Methode von der vorwissenschaftlichen Einstellung unterscheidet, das ist die Methode der Falsifikationsversuche."
Karl Popper

Darwins Notizzettel mit dem Titel 'I think'.
Selbst in Deutschland gibt es Bestrebungen, die biblische Schöpfungsgeschichte im Biologieunterricht zu verankern. Woher stammt diese Ignoranz und warum besteht die Kirche so sehr auf diese Volksverdummung?

Früher war es ein Teil der kirchlichen Aufgaben, das Volk zu lehren. Die Kirche beanspruchte das Monopol auf die Einteilung und die Zensur des Wissens. Als die Kirche sich jedoch nicht mehr weiter entwickelte und naturwissenschaftliche Forschungen sogar verboten hatte, da diese offenbar "blasphemischer Natur" waren, gab es eine große Spaltung in der Menschheit. Da viele der von der Kirche als Humbug abgetane Theorien von der Wissenschaft mittlerweile bieb- und stichfest belegt werden konnten, verlor die Kirche mit ihren Lehren immer mehr an Glaubwürdigkeit. Umso fester beharrt sie auf den unumstößlichen Glauben ihrer Anhänger.
Wie immer gibt es jedoch auch Gegenbewegungen. Im Falle des Kreationismus haben sich viele Menschen gefunden, die offen zeigen wollen, dass sie sich nicht der kirchlichen Gehirnwäsche unterziehen lassen und das Buch Genesis nicht als eine wörtlich zu nehmende Schöpfungsgeschichte betrachten (dies ist übrigens auch die Einstellung der meisten ernstzunehmenden Bibelforscher). Als Zeichen gegen den religiösen Fanatismus wird das Ichtys-Symbol, ein Fisch in dessen Körper meist der Name des christlichen Halbgottes Jesus geschrieben steht, etwas umgestaltet: Der Name "Darwin" steht im Fisch geschrieben, der nun Beine bekommen hat.
Der Darwin-Fisch
Für mich bleibt es ein immerwährendes Rätsel, wie es die Kirche immer wieder schafft, sich mit allen verfügbaren Mitteln gegen die Wissenschaft zu wenden. Es scheint so, als wolle die Kirche damit selbst Sinnbild gegen jegliche Evolution werden - indem sie auf über tausende von Jahren alte Lehren beharrt oder eine antiquierte Moralvorstellung publiziert, die weltweit zu Problemen führt (bspw. Abtreibung, Zölibat, Sex vor der Ehe, usw.).

Quellen:
Darwin-Fisch von Antitheismus.de
Leben von Charles Darwin: Wikipedia
Theorie des Kreationismus: Wikipedia

Montag, 21. September 2009

Der Ursprung der Religion

"Die Theologie ist für die Theologen - was hätten sie sonst? - und die Philosophie ist für die Menschen."
Ludwig Hohl
Eine mich immerfort brennend interessierende Frage ist die Frage nach der Religion: Warum gibt es sie, warum folgen ihr so viele Menschen und vor allem: wo kommt sie her?
Heute distanziert man sich stark von den Naturvölkern, die für jede "natürliche" Erscheingung wie Regen, Sonne, Blitze usw. jeweils einen Gott für sich erschufen und diesen anbeteten.

Die Vorgeschichte

Die Sonne als Gottheit der Naturvölker.
Gemeinsam haben all diese Naturvölker die Sonne als zentralen Punkt ihrer Religion. Die Sonne bringt Licht, Wärme und Sicherheit. Die Völker verstanden, dass ohne die Sonne das Korn nicht wachsen würde und dass kein Leben auf dem Planeten überleben würde. Genauso bewundernswert wie die Sonne waren die Sterne. Das Beobachten der Sterne machte das Voraussagen von wiederkehrenden Ereignissen wie Mondfinsternis und Vollmond möglich. Einige Himmelkörpergruppen wurden als die noch heute bekannten Sternenkonstellationen katalogisiert.
Das Kreuz des ZodiakSo findet sich zum Beispiel überall in der Welt aus verschiedenen Zeiten das Kreuz des Zodiak, welches eines der ältesten Bilder in der menschlichen Geschichte ist. Es stellt die Sonne dar, wie sie durch die 12 wichtigsten Konstellationen innerhalb eines Jahres zieht. Ebenso werden die 12 Monate eines Jahres, die vier Jahreszeiten und die Sonnenwenden abgebildet. Das Wort Zodiak leitet sich von der Tatsache ab, dass die Sternenkonstellationen personifiziert wurden - in Form von Figuren oder Tieren.
Die früheren Zivilationen haben also nicht nur Sonne und Sterne beobachtet, sondern diese auch personifiziert - unter Berücksichtigung ihrer Bewegungen und Beziehungen zueinander. Die Sonne wurde mit ihrer lebensspendenden und -rettenden Funktionwurde als Repräsentant des unsichtbaren Erschaffers oder Gott personifiziert ("Die Sonne Gottes","Das Licht der Welt", "Retter der Menschheit"). Die 12 Sternenkonstellationen repräsentierten Reiseorte der Sonne Gottes. Ihre Namen lehnten sich an die Naturereignisse an, die während dieser Zeitperiode stattfinden (z. B. Aquarius, der Wassermann, der den Frühlingsregen bringt).
Horus
Um 3000 v. Chr. wird in Ägypten von Horus "berichtet". Horus ist der Sonnengott. Aus vielen antiken ägyptischen Hieroglyphen in Ägypten weiß man viel über ihn. So hatte Horus beispielsweise einen Fein - "Set", welcher die Dunkelheit personifizierte. Horus und Set kämpften also jeden Tag und jede Nacht gegeneinander. Der Kampf vom "Licht gegen die Dunkelheit" oder "Gut gegen Böse" ist eine allgegenwärtige Mythologie.
Interessanterweise wurde Horus am 25. Dezember von der Jungfrau Isi-Meri geboren. Seine Geburt wurde von einem Stern im Osten begleitet, welchem drei Könige folgten. Im Alter von 12 Jahren war er Kinderlehrer und im Alter von 30 Jahren war er von einer Person namens Anup getauft worden und begann seine richtige Arbeit. Horus hatte 12 Schüler, mit denen er umherzog. Er vollbrachte Wunder wie die Heilung von Krankheiten und dem Wandeln auf Wasser. Horus war unter vielen Namen wie "Die Wahrheit", "Das Licht", "Der gute Hirte", "Das Lamm Gottes" und vielen weiteren bekannt. Nachdem er von Typhon verraten wurde, wurde Horus gekreuzigt, vergraben und stand nach drei Tagen wieder auf.
Diese Geschichte von Horus scheint in vielen Kulturen der Welt aufzutreten, da viele andere Götter dem selben mythologischen Aufbau folgen.
Mithra
Attis von Phyrgia, von der Jungfrau Nana am 25. Dezember geboren, wurde gekreuzigt, beerdigt und stand nach drei Tagen wieder auf.
Krishna aus Indien, von der Jungfrau Devaki geboren. Ein Stern im Osten kündigte sein Kommen an. Er vollbrachte Wunder mit seinen Jüngern und stand nach seinem Tod wieder auf.
Dionysus aus Griechenland, von einer Jungfrau am 25. Dezember geboren, war ein reisender Lehrer, der Wunder vollbrachte (z. B. Wasser in Wein verwandeln). Er wurde der "König der Könige", "Gottes einziger Sohn", "Das Alpha und Omega" uvm. genannt und stand nach seinem Tod wieder auf.
Mithra aus Persien, von einer Jungfrau am 25. Dezember geboren, hatte 12 Jünger, wirkte Wunder und stand drei Tage nach seinem Tod wieder auf. Er wurde "Die Wahrheit", "Das Licht" uvm. genannt. Interessanterweise war der Bettag für Mithra am Sonntag.
All diese zahlreichen Erretter aus verschiedenen Zeitaltern von der ganzen Welt, haben diese Gemeinsamkeiten. Es stellt sich nun die Frage: Warum diese Eigenschaften? Warum von einer Jungfrau am 25. Dezember, warum die Wiederauferstehung drei Tage nach dem Tod? Warum 24 Jünger?
Jesus Christus von Nazareth
Fast hätte ich ihn vergessen: Jesus Christus, geboren von einer Jungfrau am 25. Dezember in Bethlehem. Seine Geburt wurde von einem Stern im Osten angekündigt dem drei Könige folgten. Er wurde Kinderlehrer mit 12 Jahren, im Alter von 30 Jahren wurde er von John dem Täufer getauft. Jesus hatte 12 Jünger mit denen er reiste und er vollbrachte Wunder wie das Heilen von Krankheiten, dem Wandeln auf Wasser, das Auferstehen lassen von Toten, uvw. Er wurde der "König der Könige", "Der Sohn Gottes", "Das Licht der Welt", "Das Alpha und das Omega", "Das Lamm Gottes" uvw. genannt. Nachdem er von seinem Jünger Judas verraten und für 30 Silberlinge verkauft wurde, wurde er gekreuzigt, begraben, stand nach drei Tagen wieder auf und fuhr in den Himmel auf.

Die Erklärung

Die Geburtsabfolge ist absolut astrologisch. Der Stern im Osten ist Sirius, der hellste Stern in der Sternennacht. Dieser ist am 24. Dezember mit den drei hellsten Sternen aus dem Oriongürtel in einer Linie. Diese drei hellen Sterne werden noch heute so wie früher genannt: "die drei Könige". Die drei Könige und Sirius zeigen am 25. Dezember auf den Ort des Sonnenaufgangs. Darum "folgen" die drei Könige dem Stern im Osten - um den Sonnenaufgang, die "Geburt der Sonne" zu sehen.

Sirius
Die Jungfrau Maria ist die Sternenkonstellation Virgo, auch unter "Virgo die Jungfrau" bekannt (lat. Virgo = Jungfrau). Das antike Zeichen für Virgo ist das m. Darum beginnt Maria, wie viele andere jungfräuliche Mütter mit einem M, so wie Ainisis Mutter Myrrha, Buddhas Mutter Maya uvw.
Virgo steht auch mit dem Haus des Brotes in Beziehung, in welchem sich das Sternenbild Virgo befindet, eine Jungfrau mit einem Bündel Weizen. Das Haus des Brotes und sein Weizensymbol repräsentieren August und September, die Erntezeit. Bethlehem bedeutet wörtlich übersetzt "Haus des Brotes". Bethlehem ist also ein Verweis auf das Sternbild Virgo - ein Platz am Himmel, nicht auf der Erde.
Es gibt ein weiteres interessantes Phänomen, welches am 25. Dezember statt findet: die Sonnenwende. Die Tage werden kürzer und kälter - aus der Perspektive der nördlichen Hemisphäre scheint die Sonne sich südwarts zu bewegen und immer kleiner zu werden. Das kürzer Werden der Tage und Ausgehen der Nahrungsmittel war für die Menschen der Antike ein Zeichen des Todes. Der Tod der Sonne. Am 22. Dezember hört die Sonne auf, sich weiter südwarts zu bewegen und verharrt an ihrer Position für drei Tage. Danach, am 25. Dezember, bewegt sie sich wieder nordwärts und die Tage werden wieder länger - die Sonne ist "auferstanden" oder "wieder geboren".
Trotzdem wird die Auferstehung der Sonne nicht gefeiert - zumindest nicht vor dem Frühlingsäquinoktikum (Tag-/Nachtgleiche). Besser bekannt als "Ostern". Genau zu Ostern hat die Sonne nämlich die Dunkelheit "besiegt", da nun die Tage länger dauern als die Nacht und die Kräfte des Frühlings erweckt werden.
Nur nebenbei erwähnt: Judas (der Jünger) ist kein historischer Charakter, sondern das Sternzeichen Skorpion, welches zu der Zeit des Jahres gilt, wenn die Sonnenstrahlen schwächer werden und die Sonne zu sterben scheint. In dem Mythus von Horus wird die Rolle des Verräters durch Set oder Typhon vertreten. Dieser wird mit rotem Haar dargestellt - der Farbe des Sonnenuntergangs...
Das Offensichtlichste am Symbolismus in Bezug auf Jesus sind die 12 Jünger. Sie repräsentieren schlichtweg die 12 Sternenkonstellationen aus dem Kreis von Zodiak mit denen Jesus, welcher die Sonne ist, herumreist. Die Zahl 12 wird in der Bibel wiederholt erwähnt (12 Apostel, 12 Stämme, 12 Richter, 12 Könige, 12 Prinzen, 12 Propheten) - ebenso wie in anderen religiösen Lehren.
Das Kreuz des Zodiak
Das Kreuz von Zodiak war jedoch nicht nur ein künstlerisches Bild oder ein Werkzeug um die Bewegungen der Sonne zu verfolgen - es war ebenso ein heidnisches Symbol. Das rechts dargestellte Symbol ist kein christliches Symbol. Es ist eine heidnische Anpassung an das Kreuz des Zodiak. Darum wird Jesus in frühen okkulten Zeichnungen mit seinem Kopf umgeben von diesem Kreuz dargestellt, da Jesus die Sonne ist - "die Sonne Gottes", "das Licht der Welt", "der auferstandene Erretter", der "wieder kommen" wird, so wie es die Sonne jeden Tag tut. Er kann "in den Wolken", "hoch im Himmel" mit seiner "Dornenkrone" (Sonnenstrahlen) gesehen werden.
Ein Zeitalter
Es gibt viele astrologische oder astronomische Metaphern in der Bibel. Eine der bedeutendsten ist die der Zeitalter. Durch den gesamten Text der Bibel gibt es viele Bezüge zu einem "Zeitalter". Um das zu verstehen, muss man mit dem Phänomen der Äquinoktiken (Tag-/Nachtgleichen) vertraut sein. Schon die alten Ägypter haben erkannt, dass annähernd alle 2150 Jahre der Sonnenaufgang am Frühlingsäquinoktikum in einem anderen Tierkreiszeichen stattfindet, welches durch die Schräglage der Erdachse hervorgerufen wird.
Von 4300 bis 2150 v. Chr. galt das Zeitalter des Stieres, von 2150 v. Chr. bis 1 n. Chr. das Zeitalter des Widders und von 1 n. Chr. bis 2150 n. Chr. das Zeitalter der Fische. Nach 2150 n. Chr. wird also das Zeitalter des Wassermanns eingeläutet. Die Bibel beschreibt den Verlauf durch drei Zeitalter mit Ankündigung eines vierten Zeitalters.
Als Moses aus dem alten Testament am Berg Sinai die zehn Gebote verliest, ist er wütend, weil die Menschen eine goldene Stierstatue anbeten. Er hat tatsächlich die Steintafeln zerschmettert und die Menschen angewiesen sich selbst zu töten - um sich zu reinigen. Die biblischen Lehren interpretieren dies so, dass die Israeliten ein falsches Idol angebetet haben. In Wirklichkeit der goldene Stier der Stier "Taurus", und Moses repräsentiert das neue Zeitalter von Aries dem Widder. Darum blasen auch heute noch die Juden in ein Widderhorn. Moses repräsentiert also das neue Zeitalter und alle müssen das alte ablegen. Andere Gottheiten erfahren ebenso diese Übergangsphasen - ein vorchristlicher Gott, der einen Stier tötet...
Jesus ist die Figur, die in dem Zeitalter der Fische auftritt. Das Fischsymbol ist im neuen Testament stark vertreten. Jesus speist 5000 Menschen mit Brot und zwei Fischen. Bei seiner Reise durch Galiläa befreundet er sich mit zwei Fischern, die ihm folgen. Und jeder kennt den Jesus-Fisch auf der Rückseite der Autos. Die meisten Menschen wissen aber kaum, was es eigentlich bedeutet. Es ist ein heidnisches Symbol für das Königreich der Sonne im Zeitalter der Fische und Jesus' Geburtstag liegt im Beginn dieses Zeitalters.
Jeder hat schon einmal davon gehört, dass irgendwann das Ende der Zeit oder das Ende der Welt naht. Einmal abgesehen von der bildhaften Beschreibung im Buch der Offenbarung stammt diese Idee aus Matthäus 28:20, wo Jesus sagt: "Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.". Dabei handelt es sich um einen von vielen Übersetzungsfehlern. Das Wort, welches ursprünglich verwendet wurde, heißt "Aeon", welches "Zeitalter" bedeutet. Es heißt also: "...ich bin bei euch alle Tage bis an des Zeitalters Ende.". Was war ist, wenn Jesus' Personifikation der Sonne und Fische mit dem Zeitalter des Wassermanns endet.

Der Ursprung der Geschichte

Die gesamte Geschichte um Jesus ist komplett von der Geschichte des Sonnengottes Horus abgeschaut. Im Tempel "Luxor" in Ägypten sind erklärende Bilder von der unbefleckten Empfängnis, der Geburt und der Anbetung von Horus. Die Bilder beginnen mit der Ankündigung, dass die Jungfrau Isis Horus empfangen wird und das Nef, der heilige Geist, die Jungfrau geschwängert hat. Anschließend sind die Geburt und die Anbetung beschrieben. Die literarischen Ähnlichkeiten zwischen der ägyptischen Religion und der christlichen Religion sind überwältigend.

Luxor
Auch die Geschichte von der Arche Noah ist nicht "neu". Die Geschichte von einer großen Flut ist in der antiken Geschichte allgegenwärtig und wird in über 200 verschiedenen Orten und Zeiten als Beispiel zitiert. Eine prächristliche Geschichte, die von Gilgamesh, wurde im Jahre 2600 v. Chr. geschrieben. Diese Geschichte erzählt von einer großen von Gott befohlenen Flut, einer Arche mit geretteten Tieren und sogar die Freilassung und Wiederkehr einer Taube. Diese und viele weitere Ähnlichkeiten finden sich nahezu identisch in der Bibel wieder.
Moses wurde als Kind in einen Korb gelegt und in einem Fluss ausgesetzt, damit er der Kindestötung entgehen kann. Er wurde später von einer königlichen Tochter gerettet und als Prinz großgezogen. Die Geschichte vom Baby in einem Korb ist direkt vom Mythos von Sargon aus Akkad um 2250 v. Chr. entnommen. Sargon wurde geboren, in ein Schilfkorb in einen Fluss gesetzt, um der Kindestötung zu entgehen und später von Akki, einer königlichen Frau großgezogen.
Moses ist durch die Bekanntgabe der zehn Gebote bekannt geworden. Ein Prophet, der Gottes Gesetze auf einem Berg verliest, ist ebenso eine Symbolik, die eine weite Verbreitung erfährt. In Indien ist es Manou, in Kreta Minos am Berg Dicta mit den Gesetzen von Zeus, in Ägypten war es Mises, der Steintafeln mit den Gesetzen von Gott verlas. (Manou, Minos, Mises, Moses...)
Übrigens stammen die zehn Gebote direkt aus dem ägyptischen Totenbuch (Spruch 125). Die Sätze waren zwar in der Ich-Form ("Ich habe nicht gestohlen" statt "Du sollst nicht stehlen"), aber der Inhalt war der gleiche. Die ägyptische Religion scheint überhaupt die Quelle für die gesamte christliche Religion zu sein: Es gibt dort die Taufe, das Leben nach dem Tod, das letzte Gericht, jungfräuliche Geburt, Wiederauferstehung, Kreuzigung, Erretter, die große Flut, Ostern, Weihnachten, das Passah-Fest und vieles mehr - weit vor der Zeit von Christentum oder Judentum.
Doch die Bibel hat nicht nur von anderen Religionen sondern auch von sich selbst abgeschrieben. Im alten Testament findet sich die Geschichte von Joseph. Ich konnte als kleines Kind Joseph und Jesus kaum auseinander halten, weil sie sich so ähneln. Joseph und Jesus hatten beide eine wundersame Geburt, begannen mit 30 Jahren ihr Handwerk, waren 12 Brüder oder  hatten 12 Jünger, Joseph wurde für 20 und Jesus für 30 Silberlinge verraten, bei Joseph hat ihn der Bruder Judah bei Jesus der Jünger Judas den Verrat begangen. Und es gibt noch viele weitere Parallelen.

Der Beweis

Fragt man nun einen der frühesten christlichen Historiker und Verteidiger des christlichen Glaubens wie Justin Martyr, so geben sie zwar zu, dass es Parallelen zu heidnischen Gottbildern (Söhne des Jupiter, Perseus) gibt, dass diese aber vom Teufel persönlich geschaffen wurden.
Historiker dienen dazu, die Geschichte zu notieren und nachvollziehbar zu machen. Bei einer so wundersamen Person wie Jesus sollte man doch davon ausgehen, dass die damals lebenden Historiker seinen Namen erwähnt haben. Doch keiner der zahlreichen damals lebenden Historiker hat seinen Namen auch nur erwähnt. Es gibt vier Historiker, die immer erwähnt werden, wenn es um den Beweis von Jesus' Existenz geht. Die ersten drei sind Pliny, Suetonius und Tacitus. Diese haben jedoch nur wenige Sätze geschrieben - und nur "Christus" oder "den Christen" erwähnt. Das ist jedoch kein Name sondern nur ein Titel - es bedeutet "der Gesalbte". Die vierte Quelle ist Josephus - diese wurde jedoch seit hunderten von Jahren als Fälschung entlarvt, was leider immer außer Acht gelassen wird.
Ich würde annehmen, dass eine Person, die von den Toten auferstanden ist und in den Himmel auffuhr, zumindest erwähnenswert wäre. In Wirklichkeit ist Jesus nur die Sonnengottheit und wie alle anderen heidnischen Götter eine mystische Figur. Sie wurde benötigt um eine soziale Kontrolle zu erreichen. 325 n. Chr. berief der römische Imperator Constantine den Vorstand von Nicea ein. Während dieses Treffens wurden die christlichen Doktrinen durchgesetzt und anschließend begann eine Zeit des Blutvergießens und sprituellen Lügen. Der Vatikan errichtete seine politisch religiöse Festung in ganz Europa und führte die Menschen durch das dunkle Zeitalter mit Kreuzzügen und der Inquisition.

 Quellen:

Solipsismus

Wenn einer an sich denkt ist an alle gedacht?

BarbieDie Denkweise des Solipsismus mag anfangs etwas bizarr erscheinen - und doch ist sie nicht völlig von der Hand zu weisen.
Sprachlich betrachtet stammt der Begriff aus dem Lateinischen bedeutet soviel wie "nur ich selbst". Und genau das ist auch damit gemeint: Anhänger der solipsistischen Denkweise sind fest davon überzeugt, dass sie jeweils die einzigen wirklich denkenden Instanzen dieser Welt seien.
Man unterscheidet im Solipsismus zwischen dem "denkenden Ich" und der "Welt der Dinge". Diese "Dinge" müssen nicht zwingend existieren. Sie scheinen dort zu sein, wo wir sie zu sehen glauben. Und wir meinen, diese Dinge berühren zu können, weil unsere Finger spüren, dass wir sie berühren. Ob all dies wirklich real ist, vermag jedoch niemand zu sagen. All die täglichen Erfahrungen, die wir machen. Alle Freunde und sonstigen Menschen um einen herum könnten nichts weiter als das Ergebnis eines gewaltigen Simulators sein. Und nur wir (bzw. das jeweilige Individuum) ist/sind die einzige Testperson.
Wenn man die Idee des Solipsismus weiterspinnt, so werfen sich einem gewisse Fragen auf: "Wozu brauche ich noch Dinge wie die Sprache, wenn ich das einzige wirklich existierende Individuum bin?". Diese Frage ist so einfach wie genial wie folgt zu beantworten: Weil es sonst langweilig wäre. Der Verstand des Menschen wäre in einer absoluten Leere vollkommen unterfordert und würde eingehen. Aus diesem Grund "erschaffen" wir uns andere Individuen, die es eigentlich gar nicht gibt. Man sucht die Zerstreung, erschafft sich Probleme/Konflikte, die es sonst nicht gäbe - nur um sich nicht zu langweilen.
Foglich wäre jedes Gespräch, das man führt, ein Selbstgespräch. Und wie oft ertappen wir uns nicht dabei, dass wir uns (rein gedanklich) ausschließlich mit uns selber unterhalten? Erhalten wir dabei nicht auch ein Gespräch, in welchem unter vielen Aspekten das Für und Wider eines Sachverhalts abgewogen wird?
Eben dieses Gedankengut ist gerade in den letzten Jahren nicht nur unter Phiosophen sondern auch unter Filmproduzenten und Drehbuchautoren beliebt geworden. Klassisches Beispiel ist die Matrix-Trilogie, in welcher Menschen als Energiequelle für Maschinen dienen. Dabei wird der Verstand der Menschen an eine Software gebunden, die jedem Menschen eine individuelle Simulation mit allen Sinnen vorgaukelt. 
Die Welt ist meine Vorstellung.
Artur Schopenhauer

So sagte auch Schopenhauer einst "Die Welt ist meine Vorstellung". Und damit hat er recht - nur das, was wir wirklich als real betrachten oder empfinden, ist letztlich auch real. Dem Geisteskranken ist es völlig egal, was andere behaupten. Für ihn ist seine Sicht der Dinge die einzig reale. Diese Freiheit obliegt jedem Menschen. Man muss sie nur zu nutzen wissen...

Sigmund Freud - Der Mensch in Beziehung zu sich selbst

Sigmund Freud
Nach Freud existiert das „Es“, welches die grundlegenden Triebe darstellt, die da „Suche nach Lust“ und „Vermeidung von Unlust“ lauten. Es kommt jedoch ständig zum Konflikt zwischen dem „Es“ und der „realen Außenwelt“. Vermittler zwischen diesen beiden ist das „Ich“. Es hat Kontrolle über die motorischen Funktionen und ist gänzlich im wachen Zustand aktiviert. Verhaltensnormen und ähnliche Dinge werden dem Menschen in der Erziehung beigebracht. Diese „Regeln“ werden in einem Teil vom „Ich“, dem so genannten „Über – Ich“ gespeichert.
Den Konflikt zwischen dem „Es“, dem „Über-Ich“ und der „realen Außenwelt“ muss das „Ich“ ausgleichen. Ist kein psychisches Gleichgewicht gegeben, so kann der Mensch auch nicht in „psychischer Gesundheit“ leben – wird also krank.
Dieses „Krank sein“ äußert sich dann in Formen von Neurosen und Psychosen, die auch entstehen, wenn jemand bestimmte Erinnerungen an Geschehnisse, die „strafbewehrt“ oder „tabuisiert“ sind / worden waren, verdrängt. Der Platz / Ort, wo die jeweilige Person diese verdrängten Erinnerungen aufbewahrt, nannte Freud „das Unbewusste“. Außerdem existieren noch „das Vorbewusste“ und „das Unterbewusste“. Dabei stellt das Vorbewusste zum Beispiel den aktiven Wortschatz, alle physischen Vorgänge und weiteres, das jederzeit aktiviert werden kann, dar. Das Unterbewusste wird dabei durch den inaktiven Wortschatz und Vorgänge an die man momentan nicht denkt (an die man sich aber bei bestimmten Signalen erinnert) bestimmt.
Den Zugang zum Unterbewussten, das das Leben und Denken eines Menschen beeinflusst, erhält man jedoch nur, wenn „das Vorbewusste“ oder das „Ich“ abgeschaltet sind. Und dies geschieht während des Schlafes – genauer: während des Träumens. Dabei wird nämlich das „Ich“ abgeschaltet und das „Es“ hat ei unendliches Maß an Freiheit, das erlaubt, alle Triebe des „Es“ zu erfüllen. Freud beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Traum und seiner Deutung.
Der Traum belebt regressiv eine archaische Denkweise symbolischen Vorstellens wieder.
Eugen Drewermann ist der Ansicht, dass für den Fall, dass Siegmund Freud richtig liegt, man ebenso mit dem Deuten von Mythen vorgehen kann – mit dem winzigen Unterschied, dass es sich bei Mythen nicht um individuelle sondern um kollektive Vorstellungen handelt. Bei Mythen ist das Deuten jedoch einfacher und genauer als bei Träumen, da bei diesen Träumen nur das gedeutet werden kann, woran man sich nach dem Träumen erinnern kann.
Dabei handelt es sich um den „manifesten Trauminhalt“, der nur einen Bruchteil vom „latenten Traumgedanken“ (latent; lateinisch: vorhanden, aber nicht in Erscheinung tretend) darstellt. Das der Mensch überhaupt schläft, dafür sorgen einerseits die „biologische Uhr“ und andererseits der „Schlaftrieb“. Dieser stellt nach der Meinung von Siegmund Freud den Wunsch ins Intranuterinleben zurück zu kehren dar, welches bedeutet, dass sich die jeweilige Person in den Mutterleib zurückwünscht.

Der Mensch und sein Weg zur Intelligenz

Ist es möglich mit Hilfe von modernen Computern seine Intelligenz zu erweitern?


Von jeher ist der Mensch auf der Suche nach einer Erweiterung seiner Sinne, seines Wissens, seiner Möglichkeit, seiner Intelligenz. Er erfand Maschinen, die für ihn arbeiten, Maschinen, die für ihn entscheiden, Maschinen, die für ihn Wissen produzieren und Maschinen, die die Intelligenz des Menschen erweitern sollen.
Ob er diese Ziele tatsächlich verwirklicht hat, möchte ich nun im Folgenden klarstellen.

Computer. Einst glaubte man dass es für sie einen Weltmarkt von 5 Stück geben werde und nun sind sie überall. Das man mit Hilfe eines Computers fast unendlich viele Dinge tun kann, dürfte jedem, der sich mit dem Gedanken einmal etwas näher beschäftigt hat, nicht unbekannt sein. Nun stellt sich jedoch die Frage, ob Computer auch fähig sind, die Intelligenz der Menschen, die sie benutzen zu steigern. Warum nicht auch das?
Betrachten wir erst einmal die Definition von Intelligenz. Laut einer 1916 durchgeführten Umfrage des Journal of Educational Psychology an 14 berühmte Vertreter des Faches behandelt Intelligenz
  •  a) die Fähigkeit aus Erfahrungen zu lernen und
  •  b) die Fähigkeit sich der Umgebung anzupassen.
Wenn man dies als Standpunkt für die Erfüllung der Intelligenz betrachtet, so wird bei weiterer Betrachtung des Standpunktes eine Frage aufgeworfen: Kann man sich mit Hilfe von Computern oder anderen technischen Systemen dieser Art diese Fähigkeiten aneignen?
Inwieweit wir das Verhalten eines Objektes als intelligent beurteilen, hängt sowohl von unserer eigenen Intelligenz und unserer Ausbildung als auch von den Eigenschaften des fraglichen Objektes ab. Wenn wir in der Lage sind, sein Verhalten zu erklären und vorherzusagen, oder wenn wir ihm keine noch so einfachen Regeln zugrunde legen, so sind wir wenig geneigt, ihm Intelligenz zuzuschreiben. Deshalb ist es möglich, dass ein und dasselbe Objekt von einer Person als intelligent, von einer anderen Person als nicht intelligent beurtelt wird; letztere hat die Regeln für das Verhalten des Objekts herausgefunden.
Alan Turing (1912 - 1954)

Intelligenz am Objekt

Raumfahrer und Piloten verwenden Simulationsprogramme, um sich den fremden Bedingungen anzupassen. Mit Hilfe dieser Systeme fällt die Umgewöhnung deutlich leichter, da man so die zukünftigen Fachkräfte um einiges spezieller schulen kann, als zu den Zeiten, wo man die Piloten in trübe Gewässer schickte. Sieht man die Umgebung von der psychologischen Seite an und definiert sie so, dass man es als Fähigkeit zur Integration in die Gesellschaft betrachtet, so ist auch dort eine solche Verbesserung der Gegebenheiten zu beobachten.
Chatter zum Beispiel haben mit wildfremden Menschen Kontakt. Sie kennen sich überhaupt nicht und wohnen wohlmöglich kleine Unendlichkeiten voneinander entfernt. Und trotzdem haben sie die Möglichkeit einander kennen zu lernen. Haben Kontakt zu anderen Personen, die vielleicht wie sie sonst Schwierigkeiten haben, sich anderen Menschen zu nähern. Es liegt mir fern zu behaupten, dass alle Chatter Probleme haben, sich im wirklichen Leben ungezwungen zu äußern. Es geht nun vorerst einfach um die Tatsache, dass es solche Menschen gibt. Diese haben wie gesagt die Möglichkeit gewonnen, sich auch einmal auszutauschen, Gedankenwechsel zu vollziehen. Sie werden ihre Sorgen los und diskutieren frei über alle Themen ohne Scheu vor Zensur oder Spott. Sie erschaffen eine eigene neue Gesellschaft. Und unsere Gesellschaft, so konservativ man sie auch sehen mag, fusioniert unaufhörlich mit dieser neuen Gesellschaft. Zwangsweise.

Der erstere der beiden Punkte bestand in dem richtigen Deuten von Erfahrungen und einem daraus folgendem Lernprozess. Nun - dies ist einfach. Wenn man sich in dem heutigen Metier der Softwarebranche umschaut, so ist nur schwerlich die riesige Masse der Spiele jeglicher Art zu übersehen. Betrachtet man nun zum Beispiel Wirtschaftssimulationen, so ist es unabdingbar, aus den gemachten Fehlern zu lernen, da man sonst nie das gewünschte Ziel erreicht. Auch bei kriegstaktischen Spielen wird der Spieler immer in der Hinsicht gefragt, dass er aus den gemachten Erfahrungen Folgerungen zieht und dementsprechend handelt. Ein solches Verhalten ist unbestritten intelligenter Natur. Ein solches Training führt durchaus dazu, dass das Gehirn auch von anderen Seiten gefördert wird. Dies belegt auch die Studie von der kalifornischen Psychologin Patricia Greenfield, die herausfand, dass durch Computerspiele und der Einfluss der Medien die IQ – Werte im Zeitraum von 1918 bis 1989 um etwa 21 Prozent gestiegen sind. Allein seit 1972 steigen die IQ Werte pro Jahr um ein Prozent.


Wie und ob der Mensch diese Quellen der Intelligenz nutzt, ist letztlich jedoch ihm überlassen.

Quellenangaben:
Forschungsergebnisse: http://www.e-media.at/home/meldung.asp?ID=1051
Definition der Intelligenz: http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/2043/2.html